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Aufregende Neuigkeiten zu Druckpublikationen von Pantone!

15.05.2018

Farbabstimmung

Neuigkeiten zu Druckpublikationen von Pantone!

15. Mai 2018

Im Einklang mit unserer Unternehmenskultur und unserem Streben nach kontinuierlichen Verbesserungen hat Pantone neue Tools und Prozesse entwickelt, die eine bessere, nachhaltige Druckqualität ermöglichen. Dank PantoneLIVE, der fundierten Produkterfahrung und Anpassungsfähigkeit von X-Rite sowie Branchenexperten mit der Fähigkeit, innovative Technologien für bahnbrechende Entwicklungen zu nutzen, freuen wir uns, unseren bislang „farbkritischsten“ Formula Guide auf den Markt zu bringen!

image-Color Alignment White Paper
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Mit unseren optimierten Produkten profitieren Sie von:

  • insgesamt höherer Druckqualität
  • engeren Toleranzen – 90 % mit einem Farbabstand bzw. Delta E von 2∆E2000 oder weniger (Formula Guide Coated)
  • besserer Farbabstimmung auf die 2010 PANTONE-Masterstandards
  • noch stärker kontrollierten, nachhaltigen Farbkonstanz bei jedem Produktionslauf

Beachten Sie bitte, dass bei den in früheren Farbfächern gedruckten Farbrezepturen keine Fehler bekannt sind und unsere Masterstandard-Digitaldaten seit ihrer Einführung unverändert sind. Dennoch ist es möglich, dass bestimmte Farben in einzelnen Farbfächern aufgrund von Prozessabweichungen bei einigen Druckprozessvariablen, wie Papier, Basispigmenten, Fertigfarben, Druck- und Umgebungsbedingungen, etwas anders aussehen – Variablen, die die Farbkonstanz mindern können.

Die Verbesserungen sollen Ihnen das Farbmanagement auf jeder Stufe Ihres Workflows weiter erleichtern – angefangen bei unserer verlässlichsten Farbkommunikation und Farbreproduzierbarkeit für das Grafikdesign.

Begründung für die Verbesserungen

In der Druckindustrie gibt es viele Variablen, die selbst bei geringfügigen Änderungen zu einer Änderung der Farbwirkung zwischen einzelnen Druckläufen führen können. Zu diesen Variablen gehören die Zusammensetzung und Aufnahmefähigkeit des Papiers, die Druckfarben (Genauigkeit der Rezeptur, Pigmentquelle, Viskosität und Trocknungs-/Aushärtungsbedingungen), Druckabweichungen aufgrund der Farbmessung, die Produktionsgeschwindigkeit und Umgebungsfaktoren. Sie können wiederum dazu führen, dass Farbhelligkeit, Farbton und Farbsättigung im Druck unterschiedlich wahrgenommen werden. Insbesondere kleine Farbtonänderungen können aufgrund der Empfindlichkeit des menschlichen Auges auf Farbtonänderungen deutlich sichtbar sein.

Die Pantone-Farbfächer werden auf der möglicherweise weltweit einzigen Offsetdruckmaschine mit 28 Farbzonen gedruckt. Die Entwicklung dieser Maschine erfolgte speziell für den Druck der Pantone-Farbfächer und -Farbbücher. Wie bei den meisten hochmodernen Drucksystemen sind auch für ihre Bedienung und Steuerung gut ausgebildete, hochqualifizierte Techniker notwendig. Wir sind stolz darauf, dass so fähige Fachkräfte bei Pantone tätig sind. Allerdings kann es selbst bei präziser Steuerung und Kontrolle der Maschine zu geringfügigen Farbabweichungen kommen. Im Einklang mit seiner Unternehmenskultur und seinem Streben nach kontinuierlichen Verbesserungen hat Pantone neue Tools und Prozesse zur Erhöhung der Druckqualität entwickelt. Daher freuen wir uns, auf Basis der neuesten Technologie von X-Rite unsere neuesten, bahnbrechenden Farbpublikationen mit noch engeren Toleranzen und höherer Konstanz von Drucklauf zu Drucklauf vorstellen zu können.

Häufig gestellte Fragen:

Was sind digitale Masterstandards?

Masterstandards sind digitale Daten (Spektraldaten bzw. die DNA einer Farbe), die bei der Neueinführung des Pantone Matching System® (PMS) beim ersten Druck jeder PMS-Farbe ermittelt und festgelegt wurden. Diese Masterstandards ändern sich nicht und basieren auf den 1.867 Farben aus dem Pantone Formula Guide auf gestrichenem Papier. Masterstandards werden unter Berücksichtigung eines bestimmten Substrattyps, Druckverfahrens und Druckfarbensatzes und unter Anwendung spezieller Druckeinstellungen und -systeme entwickelt. Nicht nur in den gedruckten PANTONE-Publikationen unterstützen diese Daten eine konstante Farbgebung gemäß dem ursprünglich gewünschten Design.

Was bedeutet 2,0 Delta-E (∆E oder dE)?

Delta-E ist ein Maß für den empfundenen, für das menschliche Auge erkennbaren Farbabstand bzw. Farbunterschied zwischen zwei bestimmten Farben. Das Verfahren zur Berechnung von Delta-E ist in mehreren ISO-Normen technisch genau beschrieben. Für technisch nicht so versierte Anwender gilt folgende Faustregel:

  • < 1∆E = Der Abstand bzw. Unterschied zwischen Farben ist visuell nicht wahrnehmbar.
  • 1 – 2∆E = Der kaum wahrnehmbare Abstand bzw. Unterschied zwischen zwei Farben lässt sich durch genaue Beobachtung erkennen.
  • 2 – 10∆E = Der Abstand bzw. Unterschied zwischen zwei Farben lässt sich auf einen Blick erkennen.

Diese Regeln sind jedoch nur Vorschläge. Denn einige Farben, wie neutrale Farben, reagieren so empfindlich auf Änderungen, dass sogar ein Delta-E von 1 zu erkennen ist. Aus diesem Grund kommt in der Industrie (und auch bei Pantone) das neue Delta-E-Verfahren namens ∆E2000 zum Einsatz. Obwohl dieses Verfahren immer noch nicht perfekt ist, bietet die Farbabstandsformel ∆E2000 eine bessere Möglichkeit zur Simulation der menschlichen Wahrnehmung von Farbunterschieden.

Wann werden Produkte mit den technischen Verbesserungen erhältlich sein?

Die verbesserten Formula Guides und sonstigen Publikationen für das Grafikdesign können ab sofort über pantone.com und unser internationales Vertriebsnetz bezogen werden.

Welche Farben sind von dieser Änderung betroffen?

Aufgrund von Verbesserungen der Farbkonstanz können einige der schwierigsten Solid Coated PMS-Farben in den neuen Formula Guides und anderen Publikationen für Grafikdesign im Vergleich zu ihren Vorgängerversionen etwas anders aussehen. Diese Änderungen sind auf die Verringerung der Abweichung vom digitalen Standard und zwischen einzelnen Druckmaschinenläufen zurückzuführen. Die visuelle Darstellung der Publikationen wurde verbessert; die jeweils zugehörige Farbrezeptur wurde jedoch nicht geändert.

Waren die Farben vorher ungenau?

Die Farbrezepturen in früheren Farbfächern weisen bekanntermaßen keine Fehler auf. Unsere Masterstandard-Digitaldaten haben sich seit ihrer Einführung nicht geändert. Dennoch ist es möglich, dass bestimmte Farben in einigen Farbfächern aufgrund einer größeren Prozessabweichung bei einigen Druckprozessvariablen, wie Papier, Basispigmenten, Fertigfarben, Druck- und Umgebungsbedingungen, etwas anders aussehen – Variablen, die zu mangelnder Farbkonstanz beitragen können.

Die gedruckten Rezepturen für jede Pantone-Farbe sind als Orientierungshilfe gedacht und müssen zur Berücksichtigung bestimmter Druckbedingungen geändert werden. Auf Basis der hochmodernen Software- und Hardware-Technologie von X-Rite spiegeln die aktualisierten Farbfächer eine besser standardisierte Farbwirkung zwischen mehreren Druckmaschinenläufen wider. Wir raten Ihnen, Ihren Druck- und Designdateien stets Pantone-Papierchips beizugeben, um die beabsichtigte, beim Druck anzustrebende Farbgebung zu verdeutlichen. Zudem empfehlen wir, bei allen farbkritischen Entscheidungen die digitalen Masterstandards von Pantone hinzuzuziehen, die über PantoneLIVE und andere Pantone-lizenzierte Lösungen zugänglich sind, um die Farbpräzision bei Ihrer täglichen Arbeit zu steigern.

Wodurch weichen Farben zwischen Formula Guides und anderen Publikationen voneinander ab?

Mehrere Faktoren können sich auf die Wirkung der Farben in Farbfächern und Farbbüchern auswirken. Durch Nutzung, Verblassen, unsachgemäße Aufbewahrung und Lichteinwirkung sowie andere Faktoren können Farben im Laufe der Zeit unpräzise werden. Hinzu kommen viele normale Variablen in der Druckindustrie, die selbst bei geringfügigen Änderungen zu einer Änderung der Farbwirkung zwischen einzelnen Druckläufen führen können. Zu diesen Variablen gehören die Zusammensetzung und Aufnahmefähigkeit des Papiers, die Druckfarben (Pigmentquelle, Viskosität und Trocknungs-/Aushärtungsbedingungen), Druckabweichungen aufgrund der Farbmessung, die Produktionsgeschwindigkeit und Umgebungsfaktoren. Sie können zu Änderungen von Farbhelligkeit, Farbton und Farbsättigung führen. Insbesondere kleine Farbtonänderungen können aufgrund der Empfindlichkeit des menschlichen Auges auf Farbtonänderungen deutlich sichtbar sein.

Farbfächer und -bücher unterliegen natürlichem Verschleiß. Deshalb empfiehlt Pantone, Ihre Guides alle 12 bis 18 Monate auszutauschen. (Weitere Informationen finden Sie unten im Abschnitt „Normale Farbabweichungen beim Druckprozess – Erläuterung“ .)

Werden sich alle Pantone-Produkte ändern?

Nein, nicht alle Pantone-Produkte werden sich ändern. Die Änderungen in den aktualisierten Formula Guides sollen lediglich die Abweichung zur besseren Abstimmung der Farben in diesen Publikationen auf die Masterstandard-Digitaldaten und die Abweichung bei Neuauflagen der betreffenden Publikationen verringern. Die Anwendung neuer Technologie auf unser Druckverfahren wird die Benutzererfahrung bei Verwendung unserer Farbfächer, Farbbücher und gedruckten Referenzen verbessern, weil so eine bessere Darstellung und Standardisierung der visuellen Farbwirkung möglich ist. Diese Verbesserungen beziehen sich insbesondere auf das Pantone-Grafiksystem. Sie werden mit den Formula Guides beginnen und anschließend sukzessive für die übrigen Produkte im Grafiksystem implementiert.

Da Fashion, Home + Interiors-Produkte nach anderen Verfahren hergestellt werden, sind diese Systeme nicht betroffen. Weitere Informationen über Pantone-Farbsysteme finden Sie unter Pantone Farbsysteme erklärt.

Wie weiß ich, ob mein Formula Guide die alten Rezepturen enthält?

Die in den Formular Guides gedruckten Rezepturen werden nicht geändert. Die Änderungen in den aktualisierten Formula Guides beziehen sich nur auf die visuelle Darstellung zur Verringerung der Abweichung und dadurch besseren Abstimmung von Farben auf die Masterstandard-Digitaldaten. Weder die gedruckten Rezepturen noch die Masterstandard-Digitaldaten für PMS-Farben (Pantone Matching System ®) werden geändert.

Warum haben Sie die digitalen Daten geändert?

Die Masterstandard-Digitaldaten ändern sich nicht. Diese Daten sind unsere „Farb-DNA“ und haben sich seit ihrer Festlegung im Jahre 2010 nicht geändert. Pantone hat auch nicht die Absicht, diese Daten zu ändern, es sei denn, dass eine nicht kontrollierbare Komponente wie ein natürlich vorkommendes Pigment, das obsolet wird, die weitere Wiedergabe dieser Farbe verhindert. Bislang haben wir diese Situation noch nicht erlebt und gehen auch in absehbarer Zeit nicht davon aus.

Kann ich eine Farbe, die von dieser Änderung betroffen ist, weiterhin verwenden/als Referenz nutzen?

Die gedruckten Farbrezepturen in unseren Farbfächern haben sich nicht geändert und bleiben als Grundlage für die Neu- und Nachrezeptierung von Farben weiterhin gültig. Auch der Verweis auf die Masterstandard-Digitaldaten für diese Farbe hat sich nicht geändert – deren Nutzung ist die beste Möglichkeit zur Erzeugung einer Farbe gemäß dem ursprünglich gewünschten Design („Intent“). Doch bitte beachten Sie, dass bestimmte Farben in den neu gedruckten Farbfächern möglicherweise etwas anders aussehen als in den alten Farbfächern oder Papierchips. Wir raten Ihnen, Ihren Druck- und Designdateien stets Pantone-Papierchips beizugeben, um die beabsichtigte, beim Druck anzustrebende Farbgebung zu verdeutlichen. Zudem empfehlen wir, bei allen farbkritischen Entscheidungen die digitalen Masterstandards von Pantone hinzuzuziehen, um die Farbpräzision bei Ihrer täglichen Arbeit zu steigern. Die Digitaldaten können über PantoneLIVE oder eine andere von Pantone lizenzierte Software abgerufen werden. Sie könnten auch einen visuellen Vergleich mit einem Pantone Simulator Print ins Auge fassen, der von Farbexperten bei Pantone erstellt und innerhalb von 24 bis 48 Stunden nach der Bestellung verschickt wird. Pantone Simulator Prints bieten einen Bogen mit bis zu fünf PMS-Farben als Simulation der Masterstandards oder als Simulation des Farbergebnisses für 28 gängige Materialien und Druckverfahren. Pantone Simulator Prints sind demnächst erhältlich. Rufen Sie den Kundendienst für weitere Details an.

Bedeutet dies, dass meine vorhandenen Formula Guides veraltet und unbrauchbar sind?

Die in früheren Farbfächern gedruckten Farbrezepturen weisen bekanntermaßen keine Fehler auf. Unsere Masterstandard-Digitaldaten haben sich seit ihrer Einführung nicht geändert. Dennoch ist es möglich, dass bestimmte Farben in einigen Farbfächern aufgrund einer größeren Prozessabweichung bei einigen Druckprozessvariablen, wie Papier, Basispigmenten, Fertigfarben, Druck- und Umgebungsbedingungen, etwas anders aussehen – Variablen, die zu mangelnder Farbkonstanz beitragen können.

Die gedruckten Formula Guides sind als Orientierungshilfe gedacht und unterliegen normalen Druckbedingungen. Auf Basis der hochmodernen Software- und Hardware-Technologie von X-Rite spiegeln die aktualisierten Farbfächer geringere Farbabweichungen und eine bessere Farbwirkung und -konstanz zwischen einzelnen Druckmaschinenläufen wider. Wir raten Ihnen, Ihren Druck- und Designdateien stets Pantone-Papierchips beizugeben, um die beabsichtigte, beim Druck anzustrebende Farbgebung zu verdeutlichen. Zudem empfehlen wir, bei allen farbkritischen Entscheidungen die digitalen Masterstandards von Pantone hinzuzuziehen, die über PantoneLIVE und andere Pantone-lizenzierte Lösungen zugänglich sind, um die Farbpräzision bei Ihrer täglichen Arbeit zu steigern. 

Pantone-Produkte mit den produktionstechnischen Verbesserungen sind ab sofort verfügbar. Farbfächer und -bücher unterliegen natürlichem Verschleiß. Deshalb empfiehlt Pantone, Ihre Guides alle 12 bis 18 Monate auszutauschen.

Wie wirkt sich dies auf meine anderen Pantone-Tools wie Chip-Bücher, On-Demand Prints usw. aus?

Die Anwendung neuer Technologie auf unser Druckverfahren verbessert nicht nur die die Konstanz und Wirkung der Farben in unseren Farbfächern und Farbbüchern sowie deren Beziehung zu den Masterstandard-Digitaldaten, sondern auch die generelle Benutzererfahrung. Das bedeutet, dass die gedruckten Farben in allen PMS-Produkten (Pantone Matching System®) jetzt noch besser standardisiert sind. Beim Vergleich von Farben aus einem Pantone-Farbfächer mit Pantone On-Demand Prints sind sie nicht nur mit engeren Toleranzen besser aufeinander abgestimmt, sondern sehen auch ähnlicher aus. Doch da sie nach unterschiedlichen Verfahren auf verschiedene Substrate gedruckt werden, können trotzdem noch geringfügige Abweichungen zu erkennen sein.

Diese Verbesserungen beziehen sich insbesondere auf das Pantone-Grafiksystem. Sie werden mit den Formula Guides beginnen und anschließend sukzessive für die übrigen Produkte im Grafiksystem implementiert.

Da Fashion, Home + Interiors-Produkte nach anderen Verfahren hergestellt werden, sind diese Systeme nicht betroffen. Weitere Informationen über Pantone-Farbsysteme finden Sie unter Pantone Farbsysteme erklärt.

Wird sich diese Änderung auf Farben in den Pantone Plastic Standard Chips auswirken; und sind diese Chips jetzt veraltet?

Da die meisten PMS Plastics-Farben auf Basis der Masterstandard-Digitaldaten erzeugt wurden, werden die technischen Verbesserungen unseres Druckverfahrens die Farbabweichungen in Farbfächern und -büchern noch weiter verringern. Im Endergebnis führt dies zu einer besseren Übereinstimmung zwischen den Druckerzeugnissen und unseren Plastic Standard Chips.

Müssen wir unseren Druckdienstleistern und sonstigen Anbietern neue Farbrezepturen mitteilen?

Die gedruckten Rezepturen in den Formula Guides haben sich nicht geändert und bleiben als Grundlage für die Erstellung von Farbrezepturen mit den von PANTONE lizenzierten Grundfarben weiterhin gültig. Tatsächlich können die Verbesserungen in unseren neuen Formula Guides für Ihre Druckfarben- und Druckpartner von großem Vorteil sein, da alle Farben jetzt einen Farbabstand von weniger als 2dE gegenüber den Masterstandard-Digitaldaten haben. Neben der Verwendung unserer Farbfächer und Farbbücher als physische, visuelle Referenz empfiehlt es sich für Druckfarben- und Druckpartner, die digitalen Standards in Verbindung mit der InkFormulation-Software von X-Rite für ein besseres Farbmanagement und optimale Farbwiedergabe zu nutzen. Die Digitaldaten der Pantone-Masterstandards können über PantoneLIVE oder andere von Pantone lizenzierte Produkte, einschließlich Farbmessgeräten und Software für die Qualitätskontrolle von X-Rite, abgerufen werden.

Werden Änderungen an den Farbfächern Color Bridge oder Extended Gamut vorgenommen?

Alle Produkte im Pantone Graphics System werden von den Verbesserungen unseres Druckverfahrens profitieren und im weiteren Jahresverlauf 2018 zur Verfügung stehen.

Wo kann ich die richtigen Farbrezepturen für Pantone-Farben abrufen?

Die Digitaldaten der Pantone-Masterstandards ändern sich nicht. Diese Daten sind unsere „Farb-DNA“ und haben sich seit ihrer Festlegung im Jahre 2010 nicht geändert. Pantone hat auch nicht die Absicht, diese Daten zu ändern, es sei denn, dass eine nicht kontrollierbare Komponente (wie ein natürlich vorkommendes Pigment, das obsolet wird) die weitere Erzeugung dieser Farbe verhindert. Bislang haben wir diese Situation noch nicht erlebt und gehen auch in absehbarer Zeit nicht davon aus.

Die Verbesserungen in den neuen Formula Guides sind nur auf die visuelle Darstellung zur besseren Abstimmung ausgewählter Farben auf ihr ursprünglich gewünschtes Design („Intent“) beschränkt. Weder die gedruckten Rezepturen noch die Masterstandard-Digitaldaten für PMS-Farben (Pantone Matching System) werden geändert.

Welche Tools werden für die Qualitätskontrolle an der Druckmaschine oder nach dem Druck zur Verfügung stehen?

Dank einer Kombination aus brandneuer Software und neuen Geräten von Pantones Muttergesellschaft X-Rite konnte Pantone innovative Technologie zur Optimierung des Druckverfahrens nutzen. In Verbindung mit optimierten Prozessen und höheren Qualitätsmaßstäben werden uns diese Verbesserungen die Möglichkeit geben, unseren Kunden bessere farbkritische Farbfächer und Farbbücher in gedruckter Form anzubieten. Zu den neuen Softwareprodukten und Geräten gehören u. a.: ColorCert 3.0, InkFormulation Software (IFS), ColorCert ScoreCard Server, eXact Scan und PantoneLIVE. Weitere Informationen zu Produkten, Vertrieb und Implementierung von X-Rite erhalten Sie durch Ausfüllen des Kontaktformulars unter X-Rite.

Normale Farbabweichungen beim Druckprozess – Erläuterung:

Unsere Pantone-Farbfächer und Chip-Bücher sind als Orientierungshilfe gedacht und geben Kunden eine gute Grundlage für die Neu- und Nachrezeptierung von Farben. Nachstehend finden Sie eine Auflistung der normalen Variablen beim Druckprozess, die im Laufe der Zeit zu Änderungen der Farbwirkung und -qualität beitragen können.

Altersbedingte Farbabweichungen

Wenn Sie sich einen Pantone-Farbfächer aus der Zeit vor 2010 ansehen, werden Sie feststellen, dass damals völlig andere Bedruckstoffe verwendet wurden.

Papier wird aus natürlichem Zellstoff und Fasern hergestellt, die durch Lichteinwirkung und andere Umgebungsfaktoren im Laufe der Zeit vergilben.

Luftfeuchtigkeit, Temperaturen, Lichteinwirkung, Reibung (durch das Umschlagen von Seiten), natürliche Öle und Seifen- oder Handcreme-Rückstände an den Händen tragen zu Abnutzung und Farbabweichungen bei.

Durch die Papierqualität bedingte Farbabweichungen

Wenn ein Papier optische Aufheller enthält, entfalten diese Aufheller unter Einwirkung von UV-Licht ihre ganze Wirkung, wodurch sich die Papierfarbe (weniger blau) im Laufe der Zeit und auch die Wirkung der darauf gedruckten transparenten Druckfarbe ändern.

Das jetzige Papiersortiment von Pantone enthält optische Aufheller, die in den marktüblichen Papiersorten heute gang und gäbe sind.

Unterschiede zwischen Papierchargen und -herstellern (Papierfabriken) haben unterschiedliche Oberflächeneigenschaften zur Folge, die wiederum zu leicht unterschiedlichem Farbaufnahmevermögen des Papiers führen können. Wir haben hin und wieder Fälle beobachtet, in denen der Farbauftrag auf das Papier beeinträchtigt war.

Pigmentbedingte Farbabweichungen

Einige Grundfarbpigmente, die bei der Erstellung unserer Farbfächer zum Einsatz kommen, sind nicht farbecht und können sich dadurch unter Lichteinwirkung verfärben. Dazu gehören die Basisfarben Pantone Reflex Blue, Yellow und Warm Red.

Hellere Farben wie Pastellfarben enthalten weniger Pigmente und einen höheren Anteil an transparentem Weiß und verblassen daher eher bei normaler Nutzung der Farbfächer.

Farbabweichungen bedingt durch normale Druckprozesse

Bei der Vorbereitung eines Druckmaschinenlaufs nimmt Pantone umfassende Tests und Prüfungen vor, um Materialabweichungen so weit wie möglich zu reduzieren. Obwohl wir einen Aufpreis für Papier, abgestimmte Farben und Geräte für die Qualitätskontrolle bezahlen, lassen sich diese Variablen zwar einschränken, jedoch nicht gänzlich vermeiden. Zwischen einzelnen Drucken und bei jedem Druckvorgang können geringfügige Abweichungen auftreten. Bei einem bestimmten Druckvorgang kann diese Prozessabweichung zu einer sichtbaren oder messbaren Farbänderung führen.

Innerhalb von Produktionsläufen messen wir bei Pantone eine repräsentative Anzahl von Proben mit einem Scan-Spektralphotometer, um eine verlässliche Druckqualität zu gewährleisten. Druckmaschinenbediener befolgen die Software-Anweisungen, um alle 28 Farbzonen gleichzeitig einzustellen und einen kleinen ∆E-Wert einzuhalten. Das Ziel besteht darin, für alle 28 Farben auf einer Seite einen Farbabstand von weniger als 2∆E2000 zu erreichen.

Häufig gestellte Fragen zu normalen Farbabweichungen beim Druckprozess:

Warum sieht eine Farbe in einem früher von mir gekauften Farbfächer/Farbbuch anders aus als in einem kürzlich gekauften Farbfächer/Farbbuch?

Vermutlich wurden die beiden Farbfächer/Farbbücher bei verschiedenen Druckmaschinenläufen gedruckt. Wie bereits erwähnt, kann die unterschiedliche visuelle Farbwirkung auf mehrere Variablen zurückzuführen sein. Dazu gehören die Zusammensetzung und Aufnahmefähigkeit des Papiers, die Druckfarben (Pigmentquelle, Viskosität und Trocknungs-/Aushärtungsbedingungen), Druckabweichungen aufgrund der Farbmessung, die Produktionsgeschwindigkeit und Umgebungsfaktoren. Sie können zu Änderungen von Farbhelligkeit, Farbton und Farbsättigung führen. Insbesondere kleine Farbtonänderungen können aufgrund der Empfindlichkeit des menschlichen Auges auf Farbtonänderungen deutlich sichtbar sein.

Auch durch Nutzung, Verblassen, unsachgemäße Lagerung und Lichteinwirkung sowie andere Faktoren können im Laufe der Zeit Farbabweichungen auftreten. Farbfächer und -bücher unterliegen natürlichem Verschleiß. Deshalb empfiehlt Pantone, Ihre Guides alle 12 bis 18 Monate auszutauschen./p>

Durch die Anwendung der neuesten Technologie auf unser Druckverfahren und die Unterstützung durch Mess- und Farbdaten können wir die konstante optische Wirkung unserer Produkte zwischen einzelnen Druckmaschinenläufen standardisieren.

Warum sieht eine Farbe in meinem alten Farbfächer anders aus als die gleiche Farbe in meinem neuen Farbfächer?

Pantone-Farbfächer und -Farbbücher werden ausgehend von hohen Standards hergestellt und gemessen. Bei jeder Auflage sorgen wir für höchstmögliche Konstanz bei der Farbrezeptierung, verwenden handelsübliches Papier mit einer Grammatur von 148 g/m² und 118 g/m² und achten auf rigorose Qualitätssicherung beim Produktionsprozess.

Mehrere Faktoren können sich auf die Wirkung der Farben in Ihrem Farbfächer (Ihren Farbfächern) auswirken. Durch Nutzung, Verblassen, unsachgemäße Aufbewahrung und Lichteinwirkung sowie andere Faktoren können Farben im Laufe der Zeit unpräzise wirken. Farbfächer und -bücher unterliegen natürlichem Verschleiß. Deshalb empfiehlt Pantone, Ihre Guides alle 12 bis 18 Monate auszutauschen.